Gelesen: „Ich muss nicht alles glauben, was ich denke“ von Serge Marquis

„Ich muss nicht alles glauben, was ich denke“ von Serge Marquis

Das Ich kann aus sich nichts Besseres machen. Es kann sich von einem Augenblick zum nächsten verändern, aber es bleibt stets das ich, diese trennende und auf sich selbst bezogene Bewusstseinsaktivität, die hofft, eines Tages etwas zu werden, was sie nicht ist. […] Daher bleibt nur das Endes des Ich.

Dieses Zitat von Jiddu Krishnamurti ist dem Buch Ich muss nicht alles glauben, was ich denkevoran gestellt. Der Autor Serge Marquis gibt damit die inhaltliche Richtung vor, denn dieses Buch ist ein flammendes Plädoyer dafür, das emotional aufgeladene Ego, das stets auf der Suche nach etwas Besserem ist, zu erkennen und zurück zu nehmen.  (mehr …)

„Hinsetzen loslassen glücklich sein“ von Elisabeth und Sukey Novogratz

„Hinsetzen loslassen glücklich sein“ von Elisabeth und Sukey Novogratz

Zu diesem Buch muss ich gar nicht viel schreiben – außer: Lies dieses Buch!

Es geht um Meditation. Um Altare, Dharma-Talks, die großen drei Dämonen Sucht, Angst und Depression, Einfluss der Meditation auf Telomere, Stimmungsschwankungen, Glückstrigger, Mudras & Mantras, Kopfkino und die Frage, wer mit dir seine Geheimvorräte Schokolade an einem Retreat teilt.  (mehr …)

Sein altes Ich einfach sterben lassen? 

Sein altes Ich einfach sterben lassen?

„Wenn Sie Ihr Leben beenden wollen, dann beenden Sie doch Ihr Leben. Aber dafür müssen Sie doch nicht sterben. Beenden Sie Ihr Leben hier und gehen Sie weg.“

Das sagt in dem Film „Gegen die Wand“ der Arzt einer psychiatrischen Klinik zum lebensmüden Cahit Tomruk. Cahit reagiert zynisch: „Darf ich mal was sagen, Herr Doktor?! Sie haben doch voll den Knall, oder?“ Der Arzt lächelt darauf hin.  (mehr …)

Was uns alle angeht, müssen wir alle miteinander angehen

Was uns alle angeht, müssen wir alle miteinander angehen

Gedanken zur Sterbebegleitung

Sterben ist eine Erfahrung, der sich niemand entziehen kann. Wir sind alle Sterbende. Jeden Tag wachsen wir dem Sterben entgegen. Uns trennt nichts von Menschen, die sterben – außer dem Zeitpunkt (und selbst das ist gar nicht mal so gewiss).

Der Journalist Roland Schulz schreibt: „Der moderne Mensch denkt über den Tod wie über den Weltraum: Er existiert zweifelsohne irgendwo da draussen – aber im tiefsten Herzen sind wir sicher, niemals durch seine Dunkelheit zu wandeln.“* 

Das ist einer der Hauptgründe, mich mit Sterbebegleitung auseinanderzusetzen: Ich denke, dass wir diejenigen, die jetzt auf ihrer Reise in den intergalaktischen Raum sind, nicht alleine lassen sollten.

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Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück

Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück

Minimalismus und Sterben

„Altern heißt, sich darüber klar zu werden, dass die eigene Lebenszeit begrenzt, dass sie zum größeren Teil schon durchlebt ist. Wie bei jedem guten Spiel sind vielleicht die letzten fünfzehn Minuten entscheidend dafür, ob ich das Spiel – hier das Spiel meines Lebens – als verloren oder gewonnen erlebe. Dieses Gefühl, dass es um die entscheidenden Inhalte meines Lebens geht, macht die späteren Jahre kostbar.“

Dies schreibt Ingrid Riedel, Jung’sche Analytikerin, promovierte Theologin und Germanistin, in ihrem Buch „Die innere Freiheit des Alterns“. (mehr …)

„Das Geheimnis kluger Entscheidungen“ von Maja Storch

„Das Geheimnis kluger Entscheidungen“ von Maja Storch

„Mit diesem Buch möchte ich Ihnen einen grundlegenden Einblick in die Art und Weise vermitteln, wie Ihr Gehirn entscheidet, und Ihnen Informationen darüber geben, wie Sie dieses Wissen in Ihren ganz persönlichen Entscheidungssituationen einsetzen können. Wenn Sie es gelesen haben, werden Sie einige Entscheidungen anders fällen als früher, das verspreche ich Ihnen.“ 

Diese Zeilen schreibt Maja Storch in dem einleitenden Kapitel ihres Buches Das Geheimnis kluger Entscheidungen – Von Bauchgefühl und Körpersignalen –ein fingerdickes Taschenbuch, das unter 10 Euro zu haben ist. Damit ist die Messlatte hoch gelegt und ich bin gespannt, ob Maja Storch dieses ehrgeizige Ziel mit mir als Leserin erreichen wird.  (mehr …)

Wie ich mit meinen Träumen umgehe

Wie ich mit meinen Träumen umgehe

In diesem Beitrag schildere ich, wie ich mit meinen Träumen umgehe. Nach einer jahrelangen Beschäftigung mit meinen Träumen hat sich eine Routine etabliert, mit der ich sie mir zu erschliessen versuche.

Ich bin in diesem Sinne Expertin aus Erfahrung, bringe aber keinerlei Ausbildung mit. Als Laiin habe ich mir verschiedene Ansätze der Traumdeutung wie die von Carl Gustav Jung oder Fritz Perls etwas hemdsärmelig auf ein für mich praktikables Level herunter gebrochen.

Der folgende Text gibt meine Vorgehensweise bei der Traumdeutung wieder, die sich nach und nach heraus geschält hat. Es ist bestimmt nicht die allein seligmachende Art und Weise, zugleich eine für mich ergiebige und bereichernde.

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Entspannter Einkaufen mittels Selbstregulation

Entspannter Einkaufen mittels Selbstregulation

Der Umgang mit Reizüberflutung während des Einkaufens

Kämpfst du, wie viele hochsensible Menschen, mit dem Gefühl, dass die Supermarkt-Welt mit all ihren grellen Reizen und rempelnden Mitmenschen gnadenlos auf dich einprasselt? Dass alle Eindrücke ungefragt in dich hinein fallen? Fühlst du dich diesem Vorgang ungeschützt ausgesetzt?

Wenn du diese Fragen bejahen kannst, wirst du die Übung, die ich in diesem Beitrag beschreibe, vielleicht als nützlich empfinden. Denn sie kann dir helfen, die auf dich einströmenden Eindrücke in einer anderen Weise als bisher zu regulieren.

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Graphic Novels, Hochsensibilität und Minimalismus

Graphic Novels, Hochsensibilität und Minimalismus

Warum es sinnvoll ist, visuelle Reize sorgfältig zu wählen

Neu habe ich das Genre Graphic Novel für mich entdeckt. Mich beeindruckt, mit wie wenig und gezielten Pinselstrichen eine vielschichtige, tiefgehende Handlung erzählt werden kann. Atmosphäre aufbauen, Stimmungen einfangen, Emotionen auslösen – all dies gelingt mit verhältnismäßig einfachen stilistischen Mitteln.

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Warum es hilft, Gefühle aufzuschreiben 

Warum es hilft, Gefühle aufzuschreiben 

Gefühle aufzuschreiben hilft. Vor allem, wenn du davon nichts allzu Weltbewegendes erwartest. Es löst keine Probleme von jetzt auf gleich. Es hilft dir, in den Fluss zu kommen, im Fluss zu sein – und nicht verzweifelt am Ufer des Flusses zu stehen und dich zu fragen, warum dein Leben scheinbar an dir vorbei zieht. Während oder auch nach dem Schreiben ergibt sich vielleicht die paradoxe Erfahrung, dass sich an deiner konkreten Situation nichts geändert hat, du dich aber besser fühlst. 

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„Geniale Störung“ von Steve Silberman

„Geniale Störung“ von Steve Silberman

Wie der Autismus entdeckt und erforscht wurde

Ein fulminantes Werk. Überbordend an Details, mitreißend geschrieben und ohne dass man sich versieht, hat man sich durch entscheidende Momente der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte gelesen. Eine Leseempfehlung für Menschen, die populärwissenschaftliche Literatur mögen und einen Einblick in den Autismus erhalten wollen.  

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Die hochsensible Handtasche

Die hochsensible Handtasche

Als sich neulich in der S-Bahn ein stark parfümierter Mann mir gegenübersetzte, wurde mir klar: Die Zeit für diesen Blogbeitrag ist reif.

Ich zückte ein Tuch aus meiner Handtasche und schlang es um meine untere Kopfhälfte sowie um meinen Hals – so, dass Nase und Mund bedeckt waren. Wusstest du, dass ein Tuch in solchen Situationen ein wunderbar funktionierender Filter ist? Ein echter Bringer im Umgang mit „wandelnden Pafümerien“!

In diesem Beitrag geht es um kleine, handtaschen-affine Helferchen, mit denen du dir feine Räume der Gelassenheit inmitten dem Tohuwaboh dieser reizvollen Welt schaffen kannst.

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Wie du dir ein dickeres Fell anessen kannst

Wie du dir ein dickeres Fell anessen kannst

Hochsensibilität und Ernährung

Sich nicht mehr vom kleinsten Gegenwind aus dem Sattel heben lassen und nicht mehr in diesem Gefühl feststecken, dass das Leben eine fortwährende emotionale Achterbahnfahrt ist. Das wär’s! Die innere Teflon-Schicht per Fingerschnips aktivieren. Die Dinge lässig an sich abperlen lassen.

Die gute Nachricht: Ein dickeres Fell kannst du dir ein gutes Stück weit anessen. Nicht als omnipotentes Wundermittel – doch als solide Basis für mehr gelassene Standfestigkeit im Leben.

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Die introvertierte Mittagspause

Die introvertierte Mittagspause

Ein kleiner Mittagspausen-Survival-Guide

Für viele Menschen, die ein zurückhaltendes und leises Wesen haben, stellt die Mittagspause eine Herausforderung dar.

Um das zu verstehen, muss man sich den Hauptunterschied zwischen introvertierten und extrovertierten Menschen vergegenwärtigen: Der introvertierte Mensch schöpft Kraft aus sich heraus. Er regeneriert durch Ruhe und Alleinsein. Der extrovertierte Mensch liebt Action und Austausch. Er regeneriert im Kontakt mit anderen Menschen.

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Freiräume in stressigen Zeiten finden

Freiräume in stressigen Zeiten finden

Die Übung, die ich heute vorstelle, ist ein effektives Werkzeug, um inneren Stress zu reduzieren. Sie stammt aus dem Focusing, einer körperorientierten therapeutischen Schule, und heisst „Clearing a Space“. Ich übersetze dies mit „Einen klaren Raum schaffen“.

Mit Hilfe dieser Übung schaffe ich mir einen Raum, in dem ich das Wohlbefinden, das trotz allen Problemen da ist, wahrnehme. Einen Raum, in dem ich mich mit klarem Geist etwas Anderem oder Neuen zuwenden kann – neben einem dicht gedrängten Alltag.

Diesen Raum kreiere ich durch die konkrete Erfahrung, dass ich mehr bin, als das, was ich gerade als energieraubend, ermüdend oder schwierig empfinde.

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„Der Klügere denkt nach“ von Martin Wehrle

„Der Klügere denkt nach“ von Martin Wehrle

Wie hochsensible und introvertierte Menschen im Business trumpfen können

Zugegeben, ich bin mit recht spitzen Fingern an das Buch heran gegangen. Denn schon den Titel finde ich nicht gelungen. Der Klügere denkt nach – zunächst dachte ich, es geht um Gehirnjogging oder ähnliches. Erst der Untertitel Von der Kunst, auf die ruhige Art erfolgreich zu sein gibt einen Hinweis, dass es in diesem Buch tatsächlich um Introversion und Hochsensibilität geht.

Auch den verpixelten Fuchs auf dem Cover finde ich in der Wirkung verfehlt. Ich schätze, er soll die clevere und geschickte Fuchs-Energie der Zielgruppe ansprechen. Auf mich wirkt es versachlicht.

Mit diesen Vorbehalten habe ich angefangen, das Buch zu lesen. Dennoch hat es sich mir als Inspirationsquelle erschlossen! Es wird mir als wertvolles Nachschlagewerk für die Vorbereitung auf typische ***ARGH***-Situationen wie Small-Talk oder Brainstorming dienen. Zudem empfinde ich es als einen Schritt in die richtige Richtung, dass die Hochsensibilität von einem Business-Bestseller-Autoren wie Martin Wehrle aufgegriffen wird.

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Wie deine „Ich bin“ dich mit durch die Krise tragen

Wie deine „Ich bin“ dich mit durch die Krise tragen

In Krisenzeiten hörst du vielleicht oft Sätze wie diese: „Tu dir mal etwas Gutes“ oder „Lenke dich ein wenig ab, mach dir nicht so ein Kopf.“ oder „Aber es gibt doch auch Positives, sieh das doch mal“.

Das ist, wenn man gefühlt zentnerschwere ungelöste Dinge mit sich herum trägt, leicht gesagt. Mir fällt es schwer, das nicht sofort als stereotypen Ratschlag zu handhaben, den ein Außenstehender mal eben so locker von sich gibt, der kurz seinen grossen Zeh in mein Drama tunkt und dann weiter zieht.

Und dennoch: es steckt Wahrheit sowie Hilfreiches dahinter. Diesen Wahrheitsgehalt möchte ich mit dir heute etwas genauer anschauen und dich dazu inspirieren, dich tatsächlich gerade in Krisenzeiten konsequent auf bestimmte Aspekte deiner Persönlichkeit zu fokussieren. Fernab von oberflächigen Ratschlägen, die gerade Dickhäuter gerne von sich geben.

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„Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch

„Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch

Das Buch von Praktische Selbst-Empathie – Herausfinden, was man fühlt und braucht – Gewaltfrei mit sich selbst umgehen ist 2008 im Jungfermann Verlag erschienen, umfasst 154 Seiten (= ungefähr fingerdick), ist broschiert und kostet ca. 18.00 Euro.

Der von Gerlinde Fritsch beschriebene Ansatz zur Selbst-Empathie basiert auf dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg.

Gewaltfrei mit sich selbst umgehen, das heisst hier vor allem, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse nicht (länger) zu ignorieren und wirksame Wege zu finden, seine Bedürfnisse zu erfüllen.

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Brief an meinen Parasympathikus

Brief an meinen Parasympathikus

Lieber Parasympathikus,

leider kennen wir beide uns gar nicht so gut. Weil ich jahrelang … ach, was schreibe ich da … jahrzehntelang deinem Gegenspieler, den Sympathikus, den Vorzug gab.

Das geschah nicht in böser Absicht. Das geschah eigentlich in überhaupt keiner Absicht. Ich kannte den Sympathikus viel besser als dich. Der ist ja auch echt sympathisch, der Junge. Er wirkt so zielstrebig, dynamisch und kraftvoll.

Und über den Sympathikus reden ja auch alle. Über dich spricht kaum einer. Dabei wollen alle das, was du zu bieten hast: Regeneration. Zufriedenheit. Wohlbefinden. Kreativität. Sogar für das innere Gleichgewicht bist zu zuständig. Und gratis oben drauf gibt es noch guten Selbstkontakt. Wer dich kennt, kennt sich selbst.

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Wie ein minimalistischer Lebensstil dich unterstützt, besser für dich da zu sein

Wie ein minimalistischer Lebensstil dich unterstützt, besser für dich da zu sein

Hochsensibilität und Minimalismus

Instinktiv nimmst du die Stimmungen und Bedürfnisse anderer Menschen wahr. Du hast ein ausgemachtes Händchen fürs Detail und rettest bei Regen Regenwürmer von der Strasse, damit sie nicht überfahren werden. Fehler fallen dir sofort ins Auge, du magst es harmonisch und bevor du dich zu einer Sache äußerst, durchdenkst du sie gründlich. Deine Wahrnehmungsfähigkeit ist überdurchschnittlich gut, du bist ein emotional mitschwingender Mensch.

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„Die Stärken der Stillen“ von Jennifer Kahnweiler

„Die Stärken der Stillen“ von Jennifer Kahnweiler

„Hören Sie auf, sich wie ein Extrovertierter verhalten zu wollen!“

Die Autorin Jennifer Kahnweiler ermutigt dazu, die den introvertierten Charakterzügen innewohnenden Stärken zu nutzen anstatt mit Extrovertierten mithalten zu wollen.

Das Buch kommt schlank daher (ca. einen Finger dick) und beim ersten Durchblättern fällt mir auf, dass es recht textlastig ist. Dann eine Überraschung: Jennifer Kahnweiler ist eine bekennende Extravertierte, die sich lange und ausgiebig mit introvertierten Menschen in der Arbeitswelt beschäftigt hat. Ich bin gespannt.

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