Gelöst-Sein und Klarheit durch ein empathisches Gespräch

Wenn ich einem Menschen, der sich in einer schwierigen Situation befindet oder den ein ungelöstes Problem treibt, empathisch zuhöre, dann bin ich präsent und schenke ihm meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich nehme eine Verbindung zu dem auf, was den anderen Menschen bewegt, ich fühle mich in seine Welt ein.

Zusammen nehmen wir uns Zeit. Wir erkunden und erspüren die unterschiedlichen Gefühle, die zu der Situation lebendig sind und die zugrundeliegenden Bedürfnisse. Das mag sich auf Anhieb unspektakulär anhören, doch viele Menschen stehen mit ihren Gefühlen, besonders mit den unangenehmen Gefühlen, in keinem guten Kontakt. Dies kann einen hohen Preis haben, denn ein unterdrücktes, nicht wahrgenommenes Gefühl bleibt uns erhalten, bleibt gespeichert; ein Gefühl, das gefühlt wurde, geht. Bei einem empathischen Gespräch geht es nicht darum, was ich als Empathie-Geberin über den Menschen und seine Situation denke oder was ich an seiner Stelle tun würde. All das, was wir oft in alltäglichen kommunikativen Situationen tun, lasse ich sein:

  • Vergleich mit dem Verhalten, Eigenschaften und den Erfahrungen anderer Menschen („XY hat das auch geschafft.“)
  • Eigene Erfahrungen erzählen („Ich habe mal etwas ähnliches erlebt, als ich …“)
  • Ratschläge („Du könntest/solltest/müsstest …“)
  • Psychologische Analysen oder Deutungen („Dem liegt ein traumatisches Ereignis deiner Kindheit zugrunde …“)
  • Sympathie („Das kenne ich auch!“, „Das verstehe ich gut!“)
  • Erklärungen oder Schuldzuweisungen („Jetzt erhältst du die Quittung für …“)
  • Aufmuntern oder  Trösten („Sieh‘ es doch mal positiv!“, „Das wird schon wieder!“)
  • Mitleid („Du Armer. In deiner Haut will ich nicht stecken.“)
  • Bewertungen oder Urteile („Du steckst wirklich in einer beschissenen Situation.“)

(Aufstellung in grossen Teilen übernommen aus Unterlagen der nvc-trainerakademie.)

Ungewohnt an einem empathischen Gespräch kann sein, dass wir uns sehr viel Zeit nehmen, um den Gefühlen und Bedürfnissen wirklich nachzuspüren. Genau hierin liegt die Qualität: Nicht in gewohnheitsmässige Muster zu fallen, sondern in den wirklichen Kontakt mit dem zu kommen, was wir empfinden und uns wünschen, was wir brauchen. Oft liegen genau an dieser Stelle Überraschungen parat: Man wird sich Gefühlen und Bedürfnissen bewusst, von denen man nicht ahnte, dass man sie in sich trägt.

Der Nutzen eines empathischen Gesprächs:

  • Es ist heilsam, an einem Ort zu sein, an dem man selbst der Maßstab aller Dinge ist.
  • Hohe Selbstaktualität durch Bewusstheit über die eigenen Gefühle.
  • Differenziertere Wahrnehmung von verschiedenen Gefühlsqualitäten, damit grössere Lebendigkeit.
  • Klarheit über die eigenen Bedürfnisse, um in einem weiteren Schritt besser für die Erfüllung dieser Bedürfnisse sorgen zu können.

Das empathische Gespräch findet via Telefon oder Skype statt. Dies ist für feinfühlige und hochsensible Menschen ein nützliches wie sinnvolles Setting: Ohne Anfahrtsstress und frei von ungewohnter Ablenkung kannst du dich in vertrauter Umgebung auf dein Thema konzentrieren. Das dauert Gespräch 60 Minuten. Preis: 100 Schweizer Franken (die sind auch von Deutschland aus kinderleicht via Online-Banking zu bezahlen),

„Wenn jemand Ihrem Chaos mit Empathie begegnet, ermöglicht Ihnen dies, Ihre Konfusion zu hören und sich von ihr zu lösen. Sie sind dann nicht mehr Ihre Konfusion, sondern Ihr Beobachter. Diese Distanzierung von der Konfusion ermöglicht Ihnen, die Konfusion aus einer anderen Perspektive zu betrachten.“

(Kelly Bryson)

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